RWTH gewinnt beim Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ mit dem Projekt „SmartQuart – Smarte Energiequartiere“

  RWTH gewinnt beim Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ Copyright: Projektträger Jülich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verkündete heute auf einer Pressekonferenz die 20 Gewinner der insgesamt 90 Konsortien, die sich mit ihrem Projekt für eine Förderung beworben haben. Der Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen E3D, geleitet von Prof. Christoph van Treeck, ist dabei im Projekt „SmartQuart“ vertreten, das dem Bereich energieoptimierte Quartiere zuzuordnen ist.

In dem neuen Format der Reallabore sollen zukunftsfähige Energietechnologien unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab erprobt werden. Die 20 Sieger des Ideenwettbewerbs können in den kommenden Wochen und Monaten nun ihre Anträge für Fördermittel stellen. Dafür stellt das BMWi jährlich mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Um die Klimaziele zu erreichen, muss aus der Stromwende eine „richtige“ Energiewende gemacht werden, die die Sektoren Energie, Wärme und Mobilität stärker als bislang miteinander verknüpft. SmartQuart soll zeigen, dass dies innerhalb eines Quartiers und im Zusammenspiel mit benachbarten Quartieren bereits heute technisch und wirtschaftlich möglich ist. Essen und Bedburg in Nordrhein-Westfalen sowie Kaisersesch in Rheinland-Pfalz bilden gemeinsam dieses Reallabor.

Die Stadtquartiere werden jeweils in sich und auch miteinander vernetzt, damit die vorhandenen Energieinfrastrukturen effizient genutzt werden können. Smart-Grid-Lösungen koppeln Wärme, Kälte, „grünen“ Strom, Wasserstoff und den Bereich Mobilität intelligent miteinander. Ziel ist, in den Modellregionen eine klimaneutrale Energieversorgung zu erreichen. In allen drei Stadtquartieren beteiligen sich Bewohner, Energieversorger sowie lokale Technologieanbieter. SmartQuart repräsentiert typische Stadtquartiere in einem eng verdichteten, ländlichen sowie städtischen Raum, sodass die Konzepte auf andere Quartiere übertragbar sind.

Die Konsortialleitung des Reallabors übernimmt die innogy SE. Neben dem Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen (e3d) ist die RWTH ebenfalls durch den Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik (EBC) sowie das Lehr- und Forschungsgebiet Immobilienprojektentwicklung (IPE) vertreten. Weitere Partner aus der Industrie und der Startup-Szene sind Cisco Systems Holding GmbH, gridX GmbH, Hydrogenious Technologies GmbH, OFB Projektentwicklung GmbH, RWE Power AG, Stadt Bedburg, Verbandsgemeinde Kaisersesch und Viessmann Werke GmbH & Co. KG.

Weitere Informationen zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs finden Sie auf dem Internetauftritt des BMWi und des Projektträgers Jülich .