EnEff-Campus Living Roadmap

 

Entwicklung eines Energieversorgungskonzeptes mit modellbasierter prädiktiver Regelung anhand einer Living Roadmap am Beispiel des Forschungszentrum Jülich

Ineinandergreifen von Umsetzung, Systemregelung sowie Planung kontinuierlicher Optimierung als Darstellung durch Zahnräder e3d

Projektlaufzeit:

01/2016 bis 12/2018

Förderung:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Projektkonsortium:

Beschreibung:

Für die nachhaltige Energieversorgung von Gebäuden und Stadtquartieren mit Wärme, Kälte und Strom bedarf es ganzheitlicher Energiekonzepte, die städtebauliche und technische Aspekte im Einklang mit den Bedürfnissen der Nutzer berücksichtigen. Aufgrund auslaufender Verträge mit den örtlichen Energieversorgern muss sich das Forschungszentrum Jülich dahingehend neu ausrichten. Zusammen mit einem hohen Sanierungsbedarf der Bestandsgebäude, voraussichtlich notwendiger Neubauten und dem Ziel vorwiegend regenerative und emissionsarme Energien in die Versorgungsinfrastruktur zu integrieren, bietet sich somit eine im hohen Maße geeignete Plattform zur Entwicklung neuer Energiekonzepte.

Das Forschungszentrum Jülich wird dazu als virtuelle Liegenschaft energetisch abgebildet. Als Planungsinstrument dient das Konzept einer dynamischen „Living Roadmap“, das als modellgestütztes System bei sich ändernden Rahmenbedingungen eine automatisierte Anpassung der Planung ermöglicht. Die Notwendigkeit der Entwicklung einer „Living Roadmap“ liegt in der traditionell sequentiellen Abfolge von Planung und Umsetzung begründet, da eine oftmals einmalige Einstellung der Systemregelung für neue Anlagen Anpassungen in Form von Anlagenerweiterungen nicht im ausreichenden Maße berücksichtigt. Dadurch kann ein optimaler Betrieb des Gesamtsystems selten erreicht werden. Mit dem Konzept der virtuellen Liegenschaft als „Living Roadmap“ als nachhaltiges Planungswerkzeug, kann eine fortlaufende Anpassung und eine durchgängige Begleitung der Transformation des Energiekonzeptes über eine ganzheitliche Systemregelung und unter Einbindung der Nutzer vorgenommen werden.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Gebäude-und Raumklimatechnik (EBC) und dem Forschungszentrum Jülich wird ein intelligentes Energiemanagement unter Berücksichtigung aller Energieströme entwickelt. Dabei liegt der Fokus auf der Einbindung regenerativer Energien und der emissionsarmen Nutzung lokaler Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sowie Abwärme auf verschiedenen Temperaturniveaus unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur.